Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Zastertango

Lieber Gott, du gabst mir Zaster,

Mit dem Zaster kam das Laster,

Habe manchen meiner Scheine

Umgesetzt in Bier und Weine

Umgesetzt in Bier und Weine

Und zuweilen in Likör,

Alkohol ist mein Malheur.

 

Wenn die andern Leute träumen,

Steh ich unter dunklen Bäumen,

Sehr besoffen und erheitert,

Im Empfinden sehr erweitert,

Wenn die andern Leute träumen,

Steh ich unter dunklen Bäumen,

Und es wirkt auf mich die Nacht

Richtig wie von mir gemacht.

 

Ach, ich bin so gern besoffen!

Lass mich dennoch weiterhoffen,

Einstens zu den andern Frommen

In den Himmel reinzukommen.

Und zur Freude für uns beide

Lieber Gott, das wär der Hit,

Bring ich uns ein Fläschchen mit.

 

Mit dem Zaster kam das Laster,

Habe manchen meiner Scheine

Umgesetzt in Bier und Weine

Umgesetzt in Bier und Weine

Und zuweilen in Likör,

Alkohol ist mein Malheur.

Wenn die braven Leute schlafen,

Steh ich zwischen schwarzen Schafen,

Sehr besoffen sind wir alle,

Niemand kriegt uns in die Falle,

Wenn die braven Leute schlafen,

Steh ich zwischen schwarzen Schafen,

Und es wirkt auf mich die Nacht

Richtig wie von mir gemacht.

 

Ach, ich bin so gern besoffen!

Lass mich dennoch weiterhoffen,

Einstens zu den andern Frommen

In den Himmel reinzukommen.

 

Und zur Freude für uns beide

Lieber Gott, das wär der Hit,

Bring ich uns ein Fläschchen mit.

 

Lass mich, eh sie mich begraben,

Einen Letzten sitzen haben

Und den Allerletzten oben.

Hast du je ein Glas gehoben,

Lieber Gott, bedenke dann:

Hundsgemein ist jedermann,

Der darauf verzichten kann.

 

(c) Peter Welk

 

Musiknummer aus Tango Münchhausen

 

Peter Welk live am 25. Juni 2009

bei den Düsseldorfer Literaturkonzerten

auf einen Tango von 1921 gesungen