Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Osterwünsche

Wünsche allseits bunte Eier

Und‘n Streifen Sonnenschein,

Und wie stets zur Osterfeier

Wollen wir besoffen sein.

 

Lasst uns hinter Schleiern gucken

Auf das Treiben dieser Welt,

Und mit keiner Wimper zucken,

Wenn da was zusammenfällt.

 

Unser aller Schicksal endet

Sowieso im Bratentopf,

Wer ans Hoffen sich verschwendet,

Ist doch trallala im Kopf.

 

Was? Sie sehn die Dinge rosig,

Wünschen mir die Pest ans Fell?

Na, dann halt ich mal die Goschen,

Greife nach der Whiskeyfloschen,

Prost, die Welt ist voller Wunder,

Ich als Hase oder Flunder,

Sie als Mensch und kaum noch Tier,

Kommse, wir verzeihen mir!

 

Schräg die Ohren in den Wind,

Dass sie wie Propeller sind!

 

Kommse, fliegen wir ins laue

Wunschverträumte Osterblaue,

Über uns ein warmer Föhn,

Ach, wie ist das Leben schön!

 

(c) Peter Welk