Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Möppelbömm

Entschuldigung, ich heiße Möppelbömm.

Sie heißen, wetten?, nicht so. Mein Problem

Ist gar nicht mal mein Name, vielmehr wohne

Ich armes Schwein in häuslichem Verbund

Zusammen mit Pauline, einem Hund,

Ich wohne lärmgestört und unbequem.

 

Sie sehens selbst: Es treibt mich auf die Treppe,

Wenn sich die Bestie in der Luft zerreißt,

Sie kläfft mich an, als hätt ich ihr ins Fressen

Was weiß ich, Rattengift gemischt,

Hätt ihr eins übern Latz gewischt,

Ein böser Geist hat mich mit der verschweißt.

 

Ich heiße Möppelbömm, und von Natur

Bin ich ein ausgesprochen stilles Tier,

In meinen Augen spiegelt sich die Ruhe,

Ich dämmre gern im Schatten einer Truhe,

Mir ist die Sanftmut um den Bart geförkelt,

Ich halt den Schwanz in Eleganz geschnörkelt,

Doch wenn die Bestie naht, jawoll, vajess ick mir!

 

(c) Peter Welk