Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Man traf sich wie von ungefähr

Am ziemlich aufgewühlten Meer,

Der Mops und ich. Die Wellen rauschten,

Der Wind ging scharf, wir beide plauschten

Von Hund zu Hund. Die Menschen duckten

Sich unterm Wetter weg und guckten

Von irgendwo aus weiter Ferne

Und hatten uns zum Fressem gerne.

Der Mops verzog das Maul und schniefte,

Und was als Mops da schniefte, triefte

Vor lauter Meer, da war er drin,

Eh‘ ich ihm dann begegnet bin.

Der Plausch ging kurz. Es letztes Schnüffeln,

Ein erstes auf den Hintern Knüffeln –

Der Himmel strahlte hundeblau

Der fiel. Ich über ihn. Und nun

Gabs für den Hund in uns zu tun,

Indem wir uns ins Leben schmissen

Und Löcher in die Gegend bissen;

Da hat der Hund im Hund geblafft,

Der Mensch im Hund war abgeschafft,

Der Himmel strahlte hundeblau,

Die ganze Welt war jetzt Radau.

Und schon, als käme da ein Klops

Herangeflogen, flog der Mops

Mir rund und ungebremst entgegen

Und wollte mich parterre legen.

Na, denkste! – dacht ich mir und stieß

Den Klopsmops in den Muschelkies.

Der Mops, der klopste hinterdrein

Und wollte so der Schnellste sein.

Wir legten uns, vom Wind geschnitten,

In Superschräge, und inmitten

Der allgemeinen Urgewalt,

Verlor der Mops die Mopsgestalt,

Er kugelte und rollte aus,

Dann kam sein Mensch. Ab gings nach Haus.

Dann sah man Unsereinen flitzen

Und gradeaus die Schnauze spitzen,

 

Ich blieb ein Weilchen noch am Meer.

Mir wurden bald die Beine schwer,

Mein Mensch kam schließlich auch. Uns beide

Verschluckte dann die Dünenheide. (c) Peter Welk