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Peter Welk, Gedichte und Geschichten

Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen.

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Selbstkritik

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
So hab ich erstens den Gewinn,
Dass ich so hübsch bescheiden bin;

Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;

Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Dass ich ein ganz famoses Haus.

Wilhelm Busch

Peter Welk singt die Selbstkritk
(Komposition Thomas Peter-Horas)  >>>

Sein 175. Geburtstag fiel auf den 15. April 2007, der 100. Todestag auf den 9. Januar 2008. Unsterblichkeit garantieren ihm die Wilhelm-Busch-Gesellschaft und eine Menge Wilhelm-Busch-Vereine. Ungezählte Straßenschilder tragen seinen Namen, Schulen haben sich nach ihm benannt, und selbst hartgesottene Lyrikverächter sollen schon von ihm gehört haben. Der alte Schragen Wilhelm Busch – er wird bis in alle Dichterewigkeit nicht totzukriegen sein. Gott sei Dank. Wie überschwänglich haben ihm die Kollegen alle gehuldigt: Tucholsky, Ringelnatz, Kästner, Gernhardt. Einer hat seine Verehrung ganz wunderbar in holpernde Worte gefasst, der norwegische Simplicissimus-Karikaturist Olaf Gulbransson: „… Ich wär auch zu bescheiden über so einen Riesenvormat von ein Kerl – über Wilhelm Busch was zu schreiben. Ich kann ihm bloß anbeten.“

Wilhelm Busch

Wilhelm Busch (Fotografie von 1861)

Den Bildergeschichtenerfinder Wilhelm Busch kennt man vermutlich auch am Nordpol. Den Zitate-Busch – na? Googeln sie mal mit den Wörtern: Zitat und Busch; die Suchmaschine spuckt hunderttausende von Treffern aus. Und den Lyriker Wilhelm Busch – hinter der schönen Schmucklosigkeit seiner Verse verbirgt sich ein unfehlbarer und konkurrenzlos selbstbewusster Stilist. Albert Einstein hat es so ausgedrückt: „Wilhelm Busch, insbesondere der Schriftsteller Busch, ist einer der größten Meister stilistischer Treffsicherheit. Ich denke – außer vielleicht Lichtenberg – hat es keinen Ebenbürtigen in deutscher Sprache gegeben.“

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