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Mir träumte wieder der alte Traum: Es war eine Nacht im Maie, Wir saßen unter dem Lindenbaum, Und schwuren uns ewige Treue,
Das war ein Schwören und Schwören aufs Neu, Ein Kichern, ein Kosen, ein Küssen; Dass ich gedenk des Schwures sei, Hast du in die Hand mich gebissen.
O Liebchen mit den Äuglein klar! O Liebchen schön und bissig! Das Schwören in der Ordnung war, Das Beißen war überflüssig.
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Jugend, die mir täglich schwindet, Wird durch raschen Mut ersetzt, Und mein kühnrer Arm umwindet Noch viel schlankre Hüften jetzt.
Tat auch manche sehr erschrocken, Hat sie doch sich bald gefügt; Holder Zorn, verschämtes Stocken Wird von Schmeichelei besiegt.
Doch, wenn ich den Sieg genieße, Fehlt das Beste mir dabei. Ist es die verschwundne, süße, Blöde Jugendeselei?
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Schattenküsse, Schattenliebe, Schattenleben, wunderbar! Glaubst du, Närrin, alles bliebe Unverändert, ewig wahr?
Was wir lieblich fest besessen, Schwindet hin, wie Träumerein, Und die Herzen, die vergessen, Und die Augen schlafen ein.
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