Heinz Erhardt

Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Lieblingsgedicht

Es ist vermutlich das Lieblingsgedicht der Deutschen: Die Made. Vom Publikum heiß geliebt und immer wieder gewünscht. Kaum ein Literaturkonzert ohne den Ruf nach einer Zugabe mit  der Made. – “Wenn Sie sich trauen”, hat mal einer zur Bühne hochgerufen, “dann: Hinter eines Baumes Rinde!”

 

Wie der wunderbare Heinz Erhardt es selbst gemacht hat, so kann mans nicht machen. Seine überfallartig herausgelassene Naivität ist unnachahmlich. Es hat dennoch eine Menge Nachahmer gegeben. Ein ziemlich bekannter Rezitator flüchtet sich beim Naivitätsversuch ins Tuntige – ein abschreckendes Beispiel (im Internet abrufbar).

 

Es genügt die erste Zeile: “Hinter eines Baumes Rinde …”, und im Publikum wird sofort mitgemurmelt.

 

 

 

(Mitschnitt vom Januar-Literaturkonzert 2014 in Düsseldorf)

 

 

Heinz Erhardt war ein wirklicher Dichter. Ein wirklicher Pointenlyriker vom Schlage Morgensterns, Ringelnatz’, Gernhardts. Beim Januar-Literaturkonzert führte sich der Wunderbare bei der Tagung einer himmlischen Poetenrunde so ein: “Ich reiste solo durch die Tropen … "

 

 

 

Heinz Erhardt – Foto von Tele-Bunk, Berlin

(aus der Sammlung Heiko R. Blum, Filmmuseum Düsseldorf)

Leihgabe: Theatermuseum Düsseldorf