Günter Nehm

Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Unsinn mit Ä

Ich weiß nicht, was die Käthe täte,

Wenn ich, im Halse eine Gräte,

Verzweifelt sie um Hilfe bäte.

Ob sie mir mittels langer Drähte,

Vielleicht auch anderer Geräte,

Wohl teilnahmsvoll zur Seite träte?

Ob sie, wenn sich mein Magen blähte,

Am Ende gar noch Zwietracht säte

Und mich ob meiner Dummheit schmähte,

Dass nicht ein Hahn mehr nach mir krähte?

Ich weiß nicht, was sie wirklich täte.

Ein Rätsel ist sie mir, die Käthe.

 

Gedichte von Günter Nehm  >>>

live bei den Düsseldorfer Literaturkonzerten 2008

 

Geschüttelte Eierballade  >>>

Text Günther Nehm

Komposition Thomas Peter-Horas

Gesang Peter Welk

 

Anfrage beim Verlag des Dichters: Können Sie ein Foto von Günther Nehm zur Verfügung stellen? Der Verlag bedauert. Im Internet kursiert nur ein briefmarkengroßes Bild, das zeitlich nicht einzuordnen ist. Wer ist dieser hemmungslos drauflosriskierende Dichter und Silbenschüttler? Im Klappentext zu „Laura & Leopold liebten sich lüstern“, Günther Nehms „Unmögliche Gedichte“ im Sammelband (Verlag Gerhard Winter), findet man Stichworte: Jahrgang 1926, war 30 Jahre lang im Ruhrkohlenbergbau als Diplomingenieur tätig, hat vier Enkelkinder, eines charakterisierte den Großvater so: „Mein Opi ist ein großer Dichter, und meine Omi ist sehr stolz auf ihn.“