Friedrich von Logau

Peter Welk – Gedichte und Geschichten

Das Lied vom Kriegshund ist Teil des Programms Abenteuerlicher Simplicissimus
Uraufführung: 20./21. Februar 2010 zum Fabry-Jahr der Stadt Hilden
Lied vom Kriegshund

Hunde, die das Vieh behüten,

Hund, die an der Leine wüten,

Hunde, die zu Tische schmeicheln,

Hund, die Frauenhände streicheln,

Hunde, die zum Mond hin jaulen,

All zusammen: Sind die Faulen.

 

Aber ich bin von den Hunden,

Die sich in den Krieg gefunden!

Bleibe nur, wo Helden bleiben,

Wenn sie Küh und Pferde treiben,

Habe Bündnis mit den Dieben.

Trag am Rauben ein Belieben.

 

Pfleg ich, bin ich in Quartieren,

Gäns und Hühner zuzuführen,

Kann die schlauen Bauern suchen,

Wenn sie sich ins Holz verkruchen,

Kann ich sie von dannen hetzen,

Dass sie Hut und Schuh versetzen.

 

Kann durch Schaden, kann durch Zehren

Helfen, Haus und Hof verheeren.

Cavalliers, die kann ich leiden,

Bauern müssen mich vermeiden;

Bin nun drum in meinem Orden,

Hundecavallier geworden.

 

(Urtext: Friedrich von Logau)

 

Thomas Peter-Horas Komposition

Peter Welk Gesang